You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Saubere Methodik in der psychosomatischen Forschung wird empfohlen. Verfasser nimmt Stufen der Beseelung des Organismus an, spricht von „seelennahen“ und „seelenfernen“ Vorgängen, wie auch von Stufen des Bewußtseins, von den hellsten Graden bis zum Unbewußten. Die seelennahen Systeme, die nicht nur automatisch ablaufen, sondern gesteuert werden, sind in ihrem funktionellen Verhalten labil, d. h. stets veränderungsbereit. So zeigen sich seelische Einflüsse funktioneller und später auch organischer Natur im Krankheitsbereich. Ulcus ventriculi, Angina pectoris, Asthma und die Blutdruckverhältnisse dienen als Beispiele. Suggestion und Hypnose zeigen, daß es zusammenhängende Funktionskomplexe wie Kreislauf und Atmung gibt, die psychischen Einflüssen und Lenkungen unterliegen. Organische Prozesse halten sich aber nicht an diesen Funktionszusammenhang, und es entstehen isolierte, dem Seelischen gegenüber weitgehend autonom verlaufende Krankheiten. Ein Karzinom, eine Tuberkulose und die durch von Weizsäcker angeführte septische Angina hänge nicht nachweisbar von gelenkten (psychogenen) Einflüssen ab.