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Die Autorin bemüht sich um den Begriff der Gruppe in Anlehnung an Freuds „Massenpsychologie und Ich-Analyse“. Das Hauptmerkmal der Gruppenpsychotherapie im Gegensatz zur analytischen Individualtherapie liegt nach ihrer Ansicht in dem erhöhten Realitätscharakter der Gruppe. Der Patient hat es nicht nur mit sich und dem Analytiker, sondern auch mit den Mitpatienten zu tun. Die Gruppentherapie nutzt Kräfte der Gruppe, die in einer Einzeltherapie nicht verfügbar sind. Eine wichtigste Funktion der Gruppenbildung liegt in ihrem Charakter als Zwischenstadium zwischen Autoritätsabhängigkeit und individueller Selbständigkeit. Diese Funktion gehört zu den besonderen Aufgaben der Latenzperiode. Patienten, die die Aufgabe dieser Periode nicht bewältigt haben, noch an vor der Latenzperiode liegende Stadien fixiert sind, wird in der Gruppe Gelegenheit geboten, den Übergang von der Kindheit durch die Latenzperiode und Pubertät bis zur Reife nachzuholen. Aktiviert wird diese Reifung durch Identifikation mit den anderen Patienten und durch Besprechen und Durcharbeiten der zum Ausdruck kommenden Probleme und Haltungen.