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Es ist mir ein Vergnügen, die Voraussage machen zu können, daß dieser Beitrag eines Tages als Grundstein einer neuen Ära der psychosomatischen Forschung gelten wird. Die beschriebenen Untersuchungen liegen in der großen Tradition von William Beaumonts Studien an Alexis St. Martin und von Walter Cannons fundamentalen Forschungen über die Körperveränderungen bei akuten Gemütserregungen. Es ist auch kein Zufall, daß man sich einmal mehr des Magens bediente, um grundlegende Untersuchungen über psychosomatische Wechselwirkungen anzustellen. Wir neigen sowohl in der Physiologie wie auch in der Psychologie dazu, die bekannte Tatsache zu vergessen, daß die Menschen sich ändern. Wolf und Wolff beobachteten, daß Gemütserregungen bei einem männlichen Patienten mit Magenfistel vermehrte Magensekretion erzeugten. Eine zweite Forschergruppe stellte fest, daß die gleiche Art von Erregungen bei einer Patientin zu verminderter Sekretion führte. Diese Befunde verleiteten zu dem voreiligen Schluß, dies könnte für die größere Häufigkeit von Duodenalulcera bei Männern verantwortlich sein. Margolin und seine Mitarbeiter beobachteten, daß derselbe Patient unter gewissen Umständen mit einer gesteigerten, bei anderen Gelegenheiten mit einer herabgesetzten Sekretion reagieren kann, Es besteht also eine Variationsbreite nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch beim selben Individuum. Resultate beim Einzelnen können nie als Ausgangspunkt für Verallgemeinerungen dienen, gleichgültig, wie sorgfältig und detailliert der Patient auch durchuntersucht worden sei.
Die meisten Forscher begnügen sich damit, eine Zuordnung von physiologischen Prozessen zu spontanen oder provozierten bewußten Gemütslagen zu entdecken, dabei wurde auch gelegentlich unterschieden zwischen Emotionen, die zum Ausdruck gebracht und solchen, die bis zu einem gewissen Grade unterdrückt wurden, jedoch wurde der Beziehung zwischen physischen Zuständen und dem Unbewußten keine Aufmerksamkeit geschenkt. Es bestehen zwar viele Sp