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Man darf wohl mit Recht sagen, daß die Vehemenz der Auseinandersetzung um die Narkoanalyse im Abflauen ist, daß ihr Wert und ihre Grenzen deutlich geworden sind, ungetrübt von dem emotionellen Beiwerk subjektiver Beurteilung. An diesem Punkte ist die vorliegende Arbeit des Verfassers sehr zu begrüßen. Nach einer sorgfältigen Untersuchung darüber, was die Narkoanalyse für die Psychopathologie und Neurosenpsychologie zu leisten vermag, wird das Fazit gezogen, daß sie für die Psychosendiagnostik entbehrlich ist und für die psychoanalytische Theorie keine neuen Erkenntnisse bietet. Die durchgängige Skepsis und die stellenweise negative Einstellung psychoanalytischen Erfahrungen gegenüber muß man in diesem Rahmen wohl als Faktum hinnehmen.
Sehr erfreulich ist im weiteren die eindeutige Stellungnahme zur Frage der Narkoanalyse in der Kriminalistik. Sie wird abgelehnt nicht nur aus Gründen der Ethik, Menschenwürde und Freiheit der Person, sondern der Verfasser erbringt mit zahlreichen juristischen und psychologischen Argumentationen den Beweis, daß die Ergebnisse der Narkoanalyse zur Aufklärung des wahren Tatbestandes ungeeignet sind.