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Der Verfasser gibt einen nahezu erschöpfenden Überblick über das umfangreiche Gebiet moderner industrieller Sozialarbeit. Seinen Ausgangspunkt nimmt er von der psychologisch-anthropologischen Erkenntnis, daß der Mensch wesenhaft „zoon politikon“ und damit existentiell auf mitmenschliche Partnerschaft angelegt ist.
Im Sinne der Schichtentheorie Lerschs und Rothackers unternimmt er erstmalig den verdienstvollen Versuch, die „mitseelischen Wirkkräfte“ (Gesellungs-, Führungs-, Unterordnungs-, Fürsorge-, Nachahmungs- und Geltungsstreben, Neugier und Spieltrieb), wie sie im Betriebsleben (in der Betriebshierarchie, der sozialpsychischen Organisation, in sozialpolitischen Maßnahmen, im Streben nach Mitbestimmung, im Vorschlagswesen usw.) konkret zum Austrag gelangen, in systematischer Ordnung darzustellen.
Dieses — auf wissenschaftlich vertiefter Einsicht in das Wesen des Menschen basierende — Ordnungsgerüst ist tragfähig und weit genug, um die kaum noch übersehbare Fülle moderner sozialpsychologischer und sozialpolitischer Literatur zwanglos aufzunehmen. Am jeweils geeigneten Ort seiner Systematik zitiert der Verfasser zahlreiche besonders aufschlußreiche und interessante Einzeluntersuchungen, die übrigens zu einem Großteil amerikanischen Ursprungs sind.
Das Buch von Arthur Mayer kann als das derzeitig umfassendste, theoretisch