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Die Verfasser berichten über verschiedene Probleme der Graphologie. Als erstes werden fast alle graphologischen Methoden aufgezählt und kritisch beleuchtet: eine „Geschichte“ der Graphologie.
Müller-Enskat unterscheiden vier systematische Ansätze. Die erste ist die rationalistisch-atomistische Phase, deren Vertreter Michon und Crépieux-Jamin sind. Rationalistisch, weil nicht mehr „gedeutet“, sondern nach „Entsprechungen“ gesucht wird. Atomistisch, weil es sich bei der Untersuchung stets um Einzelmerkmale handelt, nicht um Gesamteindrücke. Es wird allerdings darauf hingewiesen, daß Crépieux-Jamin nach einem Gesamtaspekt einer jeden Handschrift gesucht und ihn gefunden hat. Insofern ist die zweite Methode, die irrationalistisch-ganzheitliche Phase, die Klages vertritt, von Crépieux-Jamin vorweggenommen, ebenso wie die, häufig Klages zugeschriebene Mehr- oder Doppeldeutigkeit (die Franzosen kennen nur ein Wort für beide Begriffe), die Crépieux-Jamin schon 1892 beschreibt.
Es ist verständlich, daß Verfasser diese Tatsachen und Zusammenhänge etwas unscharf ausdrücken, denn, wie sie selbst sagen, ist es ein „schwieriges und undankbares Unterfangen, die Bedeutung von Klages für die Graphologie zu würdigen. Schwierig, weil viele Fäden in ihm zusammenlaufen, die er teils von anderen übernommen, teils verknüpft, teils fortgesetzt, teils überhaupt erst entdeckt hat (wenn dies wohl auch nicht ganz in dem Maße, in dem er selbst es beansprucht); undankbar, weil seine Bewunderer gegen jede Kritik oder gar Korrektur an ihm ebenso empfindlich sind, wie seine Feinde blind für seine Erkenntnisse“.
Und doch ist das Aufnehmen und Verknüpfen der Fäden, die die Graphologen gesponnen hatten und hilflos schleifen ließen, ein unvergleichliches Verdienst von Klages, für die Graphologie wertvoller als alle diese umstrittenen