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In dem nachgelassenen Buch des 1944 verstorbenen Verfassers begegnen wir den Erfahrungen seines jahrzehntelangen Umgangs mit Tieren, deren Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen er sachlich registrierte. Darüber hinaus versuchte er aber, sich in das Seelenleben seiner Tiere einzufühlen und jenseits von allem Anthropomorphismus zu deuten.
Lebensweise und Körperbau der Tiere sind untrennbar mit ihren psychischen Eigenschaften verbunden, was im Vergleich von Fleisch- und Pflanzenfressern deutlich gemacht und in der Schilderung verschiedenster Tiere wie z. B. Waschbär, Ameisenbär, Dachs, Eichhorn und Flughund im einzelnen dargestellt wird.
Ein besonderes Kapitel ist der seelischen Entwicklung des Tierkindes gewidmet, wobei der Verfasser die große Bedeutung des Spielens und die wichtige Rolle des Muttertieres bei den Säugern darstellt. Weiter wird auch auf die Verhaltensweisen in der Tiersozietät und dem Menschen gegenüber eingegangen.
Die Untersuchungen über sprachliche Verständigung und die Physiognomik der Tiere sind nach Ansicht des Verfassers noch in den Anfängen und unvollkommen, er bringt aber doch eine Reihe teilweise minutiöser Beobachtungen und Experimentalsituationen, die uns dem Verständnis seelischer Ausdrucksmöglichkeiten der Tiere z. B. in Freude, Trauer, Gefahr und Angst näherbringen sollen. Die zahlreichen hervorragend fotographierten Bilder sind nicht nur Buchschmuck, sondern unterstützen wirkungsvoll dieses Anliegen des Verfassers.