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Die Untersuchung bezieht sich auf 672 große laufende Analysen des Berliner Zentralinstituts für psychogene Erkrankungen im August 1950. Als zentral charakterisierender Gesichtspunkt wurde hier in die Diagnostik die Zuteilung zu speziellen neurotischen Strukturen eingeführt, z. B. zu zwangsneurotischen und hysterischen Strukturen. Dabei entfielen bei 401 weiblichen und 271 männlichen Patienten
| 158 | auf die hysterische Struktur |
| 39 | auf die zwangsneurotische Struktur |
| 380 | Kranke zeigten Mischstrukturen |
| 95 | Patienten waren in Splitterzahlen unter andere Strukturbilder einzuordnen. |
Nach Geschlechtern getrennt und in Prozenten ausgedrückt, ergab sich:
| Misch. | Hy. | Zwang. | andere Strukturbilder | |
|---|---|---|---|---|
| Männer: | 61,15% |
Bei dem vorliegenden Patientenkreis findet sich also Hysterie bei Frauen in einem etwa doppelt so hohen Prozentsatz wie bei Männern, während die Männer einen erheblich höheren Prozentsatz an Zwangsstrukturen aufweisen als die Frauen. Innerhalb der einzelnen Geschlechter ist die hysterische Struktur bei Frauen etwa 7mal häufiger als die Zwangsstruktur; bei den Männern überwiegen ebenfalls die hysterischen Strukturen die Zwangsstrukturen, aber nicht einmal um das Doppelte.
Diese Befunde werden neurosenpsychologisch in folgender Weise interpretiert: Die zwangsneurotische Struktur hängt genetisch eng zusammen mit Entwicklungsstörungen im 2.—3. Lebensjahr, „in der Zeit, in der die sich entwickelnden und formenden Handlungsimpulse die soeben reifende Motorik zum Vehikel haben“. Da das männliche Kind
| 9,00% |
| 15,85% |
| Frauen: | 53% | 30% | 4,25% | 12,25% |