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Verfasser glauben, Zeichnungen von Kindern mit Träumen vergleichen zu dürfen. Deshalb seien sie auch nur mit Hilfe dazu gebrachter Assoziationen zu verstehen. Diese können nun außer in Worten auch durch Bewegungen, Gesten oder psychomotorische Spannungen zum Ausdruck gebracht werden. So werden z. B. bei Kleinkindern die während der Behandlungsstunde ausgeführten Zeichnungen zusammen mit gleichzeitigen oder nachfolgenden Handlungen synoptisch gesehen und erst durch eine solche Kombination ein Verständnis für ihre beispielsweise analen oder urethralen Antriebe erzielt. So malt ein Zweijähriger graue Striche aufs Papier, berührt sie nachher mit der Hand, zeigt Angst, muß plötzlich urinieren, berührt auf der Toilette sitzend seinen Penis, schaut wiederum angstvoll zur Therapeutin, die ihn ermutigt, worauf er in seiner Babysprache herausbringt: „Betty will es abschneiden.“ Die grauen Striche auf dem Papier hätten ohne diese Folge von Rede und Handlung nichts verraten.
Besonders aufschlußreich für die psychodynamische Struktur sind die Zeichnungen zweier Brüder, die beide von der Mutter abgelehnt werden, der ältere ist Asthmatiker, der jüngere symptomfrei. Der asthmatische Junge kommentiert seine Bilder mit den Worten: „Einfach hübsche Farben, ich weiß nicht, was es bedeutet.“ Dagegen bringt der jüngere seine Aggression offen zum Ausdruck, indem er sich malt, wie er Steine ins Fenster wirft und das Haus anzündet. Durch diese gegensätzliche Verhaltensweise wird die Theorie des Asthmas gut illustriert, nach der zu der Ablehnung