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Der nicht erwünschte Nachkömmling wuchs in der unglücklichen Ehe einer schwer neurotisch gestörten, umtriebigen, selbst bis in das erste Jahr ihrer Ehe bettnässenden Mutter mit einem gefühlsgehemmten, unmännlichen Vater heran. Zur einzigen, 10 Jahre älteren Schwester bestand kein betontes Verhältnis. Der Junge wurde noch mit 15 Jahren wie ein Kleinkind gehalten. Bei gleichbleibend liebenswürdig-freundlichem, aber unpersönlichem Verhalten war er ein guter Schüler der höheren Schule. Der Junge mußte schon in früher Kindheit eine erhebliche Dressur mit viel Schlägen erfahren und konnte nur selten seine natürlichen Aggressionen entfalten. Die Psychagogik bestand in gemeinsamen Gesprächen über den Sinn seiner Symptomatik sowie der Aufforderung zur Mitarbeit, wobei dem Antrieb des Jungen in Spiel und Arbeit weitgehend Freiheit gelassen wurde. Im Gespräch ergab sich, daß der Junge bei versäumter Aufklärung durch die Eltern die sexuelle Problematik nicht bewältigt hatte. Es gelang, die gestörten Zärtlichkeitsimpulse des Jungen zu korrigieren und auf diesem Wege auch der Mutter ein neues Zärtlichkeitserleben im Verhältnis zu ihrem Jungen zu vermitteln. Auf der anderen Seite wurden die altersgemäßen Forderungen des Jungen nach Selbständigkeit (z. B. eigener Hausschlüssel) nachhaltig unterstützt.
Die Behandlung erstreckte sich auf 39 psychagogische Beratungen innerhalb eines Jahres, in deren Verlauf bis auf einen,