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Die Behandlung von Kindern einerseits mit der echten psychoanalytischen Methode, andrerseits mit einer offenbar mehr allgemein gemeinten psychotherapeutischen Behandlungsweise wird vergleichend untersucht. In erster Linie wird die verschiedene Beziehung zwischen Arzt und Patient in beiden Behandlungsformen betrachtet. Während die Psychoanalyse Konflikte bewußt machen will, soll die allgemeine Therapie diese zu beheben suchen, ohne daß dem Patienten Unbewußtes einsichtig wird. Letzteres schließt allerdings nicht aus, daß der Therapeut über tiefenpsychologische Einsichten und Kenntnisse verfügen muß. Das Kind bringt Material in Gestalt von Spielen, Zeichnungen, Berichten von Träumen und Tagträumen, und es liegt am Therapeuten, dieses im Sinne der Analyse oder der allgemeinen Therapie zu verwenden.
In der Psychotherapie soll das Spielmaterial attraktiv für das Kind sein, z. B. Flugmodelle, Puppenhäuser und Ähnliches enthalten, an dem der kleine Patient sich entspannen kann. Der Therapeut tritt in das Spiel mit ein und hat immer wieder die Möglichkeit, auf die Schwierigkeiten des Kindes im Spiel direkt „anzuspielen“ — z. B. durch Erwähnen der Konflikte im Telefonspiel. Erfahrungsgemäß tritt ohne weitere Interpretation nach solchen Spielen, deren Sinn allerdings der Therapeut genau übersehen muß, eine Besserung ein. Im Gegensatz dazu wird bei der analytischen Methode der Therapeut sich passiv verhalten, es wird kein absorbierendes Spielmaterial angeboten, da das Kind dies oft zur Verhüllung seiner Konflikte benutzt. Der Patient soll hingegen „schöpferisch expressiv“ spielen, während der Therapeut nur beobachtet. Verfasserin hält das Stricken während einer solchen Analyse für durchaus sinnvoll. Der Therapeut erhält dadurch in verstärktem Maße die Qualität der ruhig