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Freud hat über seine „Geschichte der psychoanalytischen Bewegung“2 den Wappenspruch der Stadt Paris gesetzt: „fluctuat nec mergitur“. Er hat die Psychoanalyse selbst eine „Bewegung“ genannt3; so konnte diese auch nicht an ihrem Ausgangspunkt verharren. Es ist nun nicht die Sache fortbewegender Fragestellungen und Lehrmeinungen, darüber zu entscheiden, was von der Freudschen Schule als echte, und was als Abfallsbewegung bezeichnet wird. Man darf jedoch den Radikalismus bedauern, mit dem Freud selbst in seiner eben zitierten Schrift die Adlersche wie die Jungsche Richtung als „Abfallbewegungen“ brandmarkte. Auf dem Münchner Kongreß 1913 wurde die „Neu-Züricher Therapie“ und Lehre Jungs von Freud als illegitime Fortsetzung und Weiterentwicklung seiner Psychoanalyse deklariert und ein radikaler Trennungsstrich gezogen4. Wir brauchen den höchst krassen Argumenten und Kennzeichnungen Freuds hinsichtlich der Jungschen Positionen heute wohl nicht mehr im einzelnen nachzugehen5. Dagegen scheint mir wichtiger zu erinnern, daß Freud seiner eigenen Bewegung zwar eine Fortbewegung wünschte, aber gleichzeitig proklamierte, man solle den Zusammenhang mit der Psychoanalyse aufgeben, wenn man die Dinge umdeuten und anders sehen wolle6. Weder die orthodoxen noch die abweichend fluktuierenden Jünger der Psychoanalyse haben die Freudschen Ansätze total verlassen, und auch Gegner kommen therapeutisch noch heute kaum ohne Freudschen Technik aus. Differenzen bestehen jedoch hinsichtlich dessen, was