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Das Bedürfnis nach einer Neuorientierung unserer Erkenntnisse wird nicht zuletzt deutlich in der aus verschiedenen Richtungen erhobenen Forderung nach einem neuen „Bild des Menschen“.
Die Fülle naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse befriedigt nicht die suchende Frage nach dem Sinn menschlichen Daseins und menschlicher Krankheit. Das vorliegende Werk gibt aus berufenem Mund ein Bild des Menschen, wie es sich der Autor im Sinne der Anthroposophie Rudolf Steiners erarbeitet hat. Es kann hier nicht der Raum für eine ausführliche Kritik dieses problematischen und anregenden Buches sein, zumal Rezensent im Gegensatz zum Verfasser der Ansicht ist, daß die Kenntnis der grundlegenden Positionen der Anthroposophie zum Verständnis dieser Arbeit erforderlich ist. Ein Hinweis auf die wesentlichen Inhalte muß genügen.
Verfasser versucht die Ergebnisse der Naturwissenschaft in geisteswissenschaftlicher, d. h. anthroposophischer Sicht zu interpretieren. Das erste Kapitel ist der Untersuchung über das Wesen des Mineralischen, der Pflanzen, der Tiere und des Menschen gewidmet. Das Übersinnlich-Dynamische der drei Naturreiche trägt der Mensch als Wesensglieder in sich (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib), wobei seine „Ichorganisation“ die