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Die Tatsache des Todes muß auch denjenigen, der guten Willens ist, erschrecken und verwirren, wenn sein Erkenntnisdrang seinen religiösen Glauben an Unsterblichkeit überwiegt. Diesen heiklen Punkt menschlicher Existenz untersucht aus den Aspekten der modernen Naturwissenschaften, des „kritischen Realismus“ und der Religion der Münchner Philosoph Aloys Wenzl in vorliegendem Bändchen der Franckeschen „Sammlung Dalp“. Er tut es, wie er im Nachwort sagt, „vom christlichen Standpunkt aus…, wenn auch weite Teile der Betrachtung davon unabhängig sind“.
Naturwissenschaftlich gesehen ist die menschliche Fortdauer möglich. Im 3. (interessantesten) Kapitel seiner Schrift eröffnet Wenzl mit offensichtlicher Vorliebe für mathematische Abstraktionen erst von Relativitätstheorie und Quantenmechanik aufgebrochene Aussichten auf eine Unsterblichkeitsvorstellung. Wesentlich hierbei ist die Erweiterung unserer bisherigen Zeitvorstellung. Wir kommen mit der vierdimensionalen Raum-Zeit-Union der Relativitätstheorie nicht aus, wir benötigen eine 5. Dimension, die der „wahren“ Zeit (Bergsons „durée pure“ benachbart). Hierbei