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Wenn das Kind mit vier oder fünf Jahren eine bleibende Lösung seiner Autonomieprobleme gefunden hat, steht es vor der nächsten Stufe und — vor seiner nächsten Krise. Das Kind weiß jetzt sicher, daß es ein Ich ist; nun muß es herausfinden, was für eine Art von Person es werden will. Und dabei greift es gleich nach den Sternen: es will so werden wie Vater und Mutter, die ihm sehr mächtig und sehr schön, obwohl ganz unvernünftig gefährlich erscheinen. Es „identifiziert sich“ mit den Eltern, d. h. es spielt mit der Idee, wie es sein würde, wenn es Vater oder Mutter wäre. In diesem Stadium kommen ihm drei kräftige Entwicklungsschübe zu Hilfe, die jedoch auch wieder die nächste Krise beschleunigen:
das Kind lernt sich freier und kraftvoller umherbewegen und gewinnt ein weiteres, ja wie es ihm scheint, unbegrenztes Tätigkeitsfeld;
sein Sprachvermögen vervollkommnet sich soweit, daß es sehr viel verstehen und fragen kann, um jedoch um so mehr mißzuverstehen;
Sprache und Bewegungsfreiheit zusammen erweitern seine Vorstellungswelt, so daß es sich vor seinen eigenen, halb geträumten, halb gedachten Bildern ängstigt. Dennoch muß es aus dieser Krise mit einem Gefühl ungebrochener Initiative als Grundlage eines hochgespannten und doch realistischen Strebens nach Leistung und Unabhängigkeit hervorgehen.
Hier kann man nun nur wieder fragen, welches denn die Kriterien für eine solche ungebrochene Initiative sind. Die Kriterien für alle hier diskutierten Gefühle sind die gleichen: eine angstbesetzte Krise, oder wenigstens eine allgemeine Ängstlichkeit und Spannung scheint sich dadurch zu lösen, daß das Kind plötzlich „zusammenwächst“, und zwar sowohl psychisch wie physisch. Es scheint mehr ein Selbst, scheint liebevoller und entspannter, gescheiter im Urteilen (einem kindlichen Urteil natürlich) zu sein. Vor allem erscheint es lebendiger; es besitzt einen gewissen Energieüberschuß, mittels dessen es Mißerfolge rasch vergißt und an alles, was ihm wünschenswe