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In seinem Vorwort betont C. G. Jung, es sei eine Eigenschaft der Analytischen Psychologie, sich von der materialistisch-rationalistischen Richtung der Freudschen Schule abzusetzen. Eine wissenschaftlich sein wollende Psychologie könne es sich heute nicht mehr leisten, sich auf solche weltanschaulichen Prämissen zu gränden. Jung betont weiter, seine Psychologie sei eine phänomenologische, der weltanschauliche Aussagen zu Unrecht immer wieder von außen imputiert würden. Das Buch von Gerhard Adler wird dann als „vorbildlich“, „lucide“ aufs wärmste empfohlen.
In seiner eigenen Einleitung weist Gerhard Adler darauf hin, daß seinen Aufsätzen umgearbeitete Vorträge aus den Jahren 1936-1945 zugrunde lägen, die wieder das Resultat einer 20jährigen Praxis als analytischer Psychotherapeut zur Grundlage hätten. Die 6 Abhandlungen tragen folgende Überschriften: Allgemeines zur Technik der Analytischen Psychologie; Studie eines Traumes; Das Ich und der Kreislauf des Lebens; Bewußtsein und Heilung; Psychologische Betrachtungen über Religion; C.G. Jungs Bedeutung für das moderne Bewußtsein.
Man wird es besonders begrüßen, daß der Studie über die „Technik der Analytischen Psychologie“ der breiteste Raum gewährt wurde. Besonders betont werden dabei folgende Gesichtspunkte: Keine Theorie a priori, sondern der Anspruch jedes neuen Patienten, als ein besonderes Experiment des Lebens angesprochen zu werden. Der Patient ist ein gleichberechtigter Partner in der analytischen Situation, was sich auch in der äußeren Beziehung ausdrücke, bei der das Gegenübersitzen die Distanz verringere und der Realität näher komme. Der Therapeut dürfe keine falsche suggestive Macht annehmen. Die Übertragung wird als Energiequelle von nicht assimiliertem Unbewußten konstruktiv behandelt, als Anstoß zur Projektionszurücknahme und energetischen Rückverseelung. Die Analyse beginnt auch hier mit einer Anamnese, die durch ausdrückliches Befragen ein möglichst vollständiges Bild aller bewußten Inhalte zusammenzustel