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Das Thema des Jahrbuchs, das C. G. Jung zu seinem 75. Geburtstag gewidmet ist, ist der Begriff des Archetypus, der von Forschern aus den verschiedensten Gebieten von der Biologie bis zur Religionsgeschichte diskutiert wird. Der Begriff des Archetypus stammt bekanntlich von Augustinus und ist schon im platonischen Eidos vorgegeben. Noch bei Nikolaus von Cusa eist er auf die göttliche Uridee: alles was ist, ist Abbild von Urideen und Urgestalten. Diese Bedeutungen des Archetypus bei Nikolaus von Cusa werden von Paul Schmitt aufgewiesen. Von der Religionsgeschichte her behandelt Leisegang das Thema des Gottmenschen: er hebt die der griechischen, hellenistischen und frühchristlichen Sphäre gemeinsamen Züge des vergöttlichten Menschen hervor: übernatürliche Geburt, mysterienhafte Einweihung, Einsamkeit, Berufung, Verfolgung, Tod und Entrückung in den Himmel — eine archetypische Struktur, die dem Gottmenschen die Macht über die Gemüter der Menschen durch die Jahrtausende hindurch verleiht.
Aus dem islamischen Bereich stammen Aufsätze von H. Corbin und Fr. Meier. Corbin zeigt durch Analyse eines mystischen Buches: „Le livre du Glorieux“ die alchimistischen Hintergründe der islamischen Mystik auf, in deren Zentrum die Geburt eines verklärten Leibes (corpus glorificationis) steht.
F. R. Meier untersucht die islamischen Anschauungen über den Traum: Im Traum löst sich ein höheres Bewußtseins- und Wahrnehmungswesen vom physischen Leib los — eine Auffassung,