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Einem programmatischen Vorschlag von Karl Jaspers entsprechend werden 38 Elternpaare mit verschiedenen Psychosen und ihre Nachkommen in allen klinischen Einzelheiten dargestellt. Jeder Familienreihe ist eine Sippentafel vorausgeschickt. Am Schluß folgt jeweils eine kritische Sippenübersicht, die das dem Verfasser Wesentliche noch einmal zusammenfaßt. Es ist nicht ganz leicht, aus den verschiedenen Buchstaben und Zahlenabkürzungen das jeweils gemeinte Familienmitglied zu erkennen.
Für Kinder und Enkel wird nach dem Bezugszifferverfahren von Strömgren-Slater und Weinberg die Erkrankungswahrscheinlichkeit errechnet. Die Anzahl der tatsächlich erkrankten Kinder liegt unterhalb der errechneten Wahrscheinlichkeitsgrenze. Während bei Anwendung der Mendelschen Erbregeln 100 % kranker Kinder zu erwarten wären (bei angenommenem rezessivem Erbgang und gleichartig erkrankten Elternteilen, bzw. 75 % bei dominantem Erbgang), sind tatsächlich bei allen Elternpaarkombinationen, auch bei den atypischen Psychosen, nur 30-40% der Kinder wieder psychotisch. Bei der im wesentlichen erbbiologischen Orientierung des Verfassers erscheint ihm die Tatsache „erstaunlich, daß gleichartig erbkranke Elternpaare auch gesunde Kinder haben“. Schizophrenie, MDI und atypische Psychosen