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Schon vor Jahren wurde an dieser Stelle auf das Buch von Karin Roon, The New Way to Relax1 hingewiesen. Es ist nun 1952 auch in einer sehr hübschen und flüssigen Übertragung durch Johannes Pieron bei Diederichs erschienen. Man freut sich wieder an der lebendigen und schöpferischen Weise, in der hier das Problem der Entspannung von der körperlichen Seite her angegangen wird. Ohne der Gefahr zu erliegen, die einem Großteil der heute angebotenen Bücher und Methoden zur Verbesserung des Befindens, der Leistung, des Stoffwechsels oder auch nur der Figur anzuhaften scheint, über den Aufgabenbereich eines wirklich verstehenden Zugangs zu den Problemen des lebendigen Leibes hinauszugehen in Bereiche rein geistiger, weltanschaulicher Art, steckt sich die Autorin doch ein wichtiges Ziel: es gelingt ihr zu zeigen, wie körperliche und emotionale Fehlhaltungen tief miteinander verbunden sind — wie etwa schlechte Zeiteinteilung, bedrängtes Gewissen und schlechter Schlaf zu einer unlösbaren Einheit werden können, oder warum ein erwachsener Mensch und ein kleines Kind, die Hand in Hand spazierenzugehen versuchen, beide gegen ihren Körperrhythmus verstoßen und schnell ermattet und gereizt werden.
Was an diesem Buch am meisten erfreut, ist aber der erfahrene und wache, unbestechliche und oft humorvolle Blick eines im Umgang mit Menschen und ihren hilflos gewordenen Körpern geübten Praktikers. Es ist erstaunlich, was Karin Roon sieht und entdeckt — all das falsche, gehemmte, ängstliche oder freudlose Sitzen, Stehen, Laufen, Treppensteigen des modernen Menschen, all die festgespannten, verkrampften Muskeln unserer täglichen Attitüden. Vor allem aber weiß sie für all dies oft verblüffend einfache Lösungswege, Übungen, die immer durchführbar sind, Ratschläge, die sowohl den körperlichen Bedürfnissen wie auch den Hemmungen unserer Unentschlossenheit und Trägheit in bezug auf Körperübungen Rechnung tragen. Die im Grunde aufgeworfene Frage, ob sich leichtere Störungen im körperlich-emotional