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Vom 21. bis 24. Juli 1954 wird in Zürich unter dem Patronat der Schweiz. Ärztegesellschaft für Psychotherapie (SAGP) der nächste, alle Richtungen versammelnde Internationale Kongreß für Psychotherapie stattfinden. Das Hauptthema des Kongresses lautet:
Die Wahl dieses Themas verbürgt einerseits die Kontinuität mit dem vorausgegangenen Internationalen Kongreß für Psychotherapie in Leiden 1951. Dort kam das Problem des affektiven Kontaktes im allgemeinen zur Sprache. „Übertragung“ ist die für den Psychotherapeuten wichtigste Sonderform dieses allgemeinen Phänomens des menschlichen Miteinanderseins.
Zudem ist „Übertragung“ auch einer der in der Entwicklung der modernen Psychotherapie historisch wichtigsten Begriffe, brachte doch Freud damit erstmals ein für alle Therapie entscheidendes Phänomen ins Bewußtsein der Therapeuten.
Wurde der Gehalt dieser Erscheinung durch die Formulierungen Freuds bereits voll ausgeschöpft, oder konnten ihm im Verlaufe des letzten halben Jahrhunderts neue Aspekte abgewonnen werden? Welche Bedeutung wird der „Übertragung“ heute von den einzelnen psychotherapeutischen Schulen beigemessen? Hatten vertiefte Einsichten in das Wesen der „Übertragung“ Einfluß auf deren praktisch-therapeutische Handhabung? Wenn ja, welche?
Diese und andere für die Zukunft der neuzeitlichen Psychotherapie ausschlaggebenden Fragen sollen durch unseren Kongreß einer Klärung nähergebracht werden.
Organisatorisch sind neben fünf bis sechs Hauptreferaten eine größere Anzahl von Sektionssitzungen vorgesehen, in denen Art und Bedeutung der „Übertragung“ innerhalb der allgemeinen psychotherapeutischen Praxis und der klinisch-psychiatrischen Behandlung, in der Kinderpsychotherapie, in der Allgemeinmedizin und der psychosomatischen Heilkünde noch näher bestimmt werden sollen. Auch die ethnologischen, historischen und soziologischen Aspekte der „Übertragung“ werden in derartigen Sektionsvorträgen ihre Behandlung finden.
Die Teilnahme am Kongreß