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Daß Traum und Rausch nicht nur miteinander verwandt sind, sondern beide auch tiefere Einsichten, ja Offenbarungen zu schenken vermögen, ist seit Urzeiten der Menschheit selbstverständlich gewesen. Wenn Nietzsche in seiner „Geburt der Tragödie“ den Traum der Sphäre Apollos, den Rausch der des Dionysos zuweist und die Kundgebungen der beiden Gottheiten nebeneinander stellt, so bestätigt er damit jene alte Auffassung aufs neue. Dagegen hat die zuständige Forschung, die Psychologie, insbesondere die Psychoanalyse einseitig den Traum bevorzugt. Während es dieser gelang, den Schlaftraum als ein sinn- und bedeutungshaltiges Geschehen zu erweisen, blieb der Rausch fast ganz der psychiatrischen Wissenschaft vorbehalten und wurde von dieser im wesentlichen als ein akuter Krankheitszustand betrachtet und in diesem Sinne untersucht. Da sollte es nun naheliegen, daß auch die psychoanalytisch gerichtete Forschung sich der Frage zuwendet, ob nicht auch beim Rausch die uralte Auffassung sich bestätigt, daß er sinn- und bedeutungsvoll sein könne. Sollte es sich so verhalten, dann könnte das für die Psychotherapie sich als wertvoll erweisen, da man den Rausch im Gegensatz zum Schlaftraum ja planvoll herbeiführen kann.
Es versteht sich, daß hierbei nur bestimmte ausgewählte Rauschzustände in Frage kommen können. Es kann sich nicht um ein der Narkoanalyse ähnliches Verfahren handeln. Denn deren Rauschzustände sind dem Traum zu wenig ähnlich und werden noch weniger als dieser behalten. Dagegen hat ein anderes Mittel schon seit mehreren Jahrzehnten immer wieder die Forschung beschäftigt, weil es ein überaus reichhaltiges traumartiges Rauscherleben hervorzurufen vermag: das Meskalin.
Seine Wirkungen sind aber ganz überwiegend von der psychiatrischen Forschung untersucht und hierbei als ein für die Psychopathologie sehr aufschlußreiches Material verwertet worden. Ähnliches gilt, wenn auch bisher in geringerem Umfang, von dem noch nicht im Handel befindlichen, vor mehreren Jahren erstmalig ge