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Im Laufe der historischen Entwicklung der psychosomatischen Forschung waren sowohl die Möglichkeiten wie die Grenzen der psychosomatischen Methode heiß umstritten. Obwohl eine erschöpfende Übersicht über die Literatur im Rahmen dieser Darstellung nicht möglich ist, sollen die verschiedenen Strömungen in der psychosomatischen Theorie kurz betrachtet werden.
Die Forschung auf dem Gebiet der psychosomatischen Medizin basiert auf drei mehr oder weniger stark voneinander abweichenden Konzeptionen. Die erste und früheste versuchte, die vegetativen Störungen als hysterische Konversionserscheinungen zu behandeln. So schrieb Ferenczi (6, 7) bei der Diskussion der Diarrhöe: „Die Hysteriker zeigen uns deutlich, daß jegliche Stelle im Dickdarm sich wie ein Sphinkter verhalten und fein lokalisierte Kontraktionen ausführen kann, wodurch eine fäkale Masse oder Gasblase an dieser Stelle festgehalten, komprimiert und sozusagen geformt wird; dies kann von schmerzhafter Parästhesie begleitet sein. Die Triebregungen, die diese Innervationen speziell beeinflussen, gehören zu einem Komplex von Ideen des Besitzen- und Nichthergebenwollens. Wir finden in der Analyse, daß der Neurotiker, dem etwas ihm Wertvolles gegen seinen Willen fortgenommen worden ist, nun im Darm für geraume Zeit einen Ersatz-Besitz aufspeichert; wie er denn auch mit einem ungewöhnlich reichlichen Stuhl seine Absicht kundzutun pflegt, lange zurückgehaltene Bekenntnisse preisgeben zu wollen.“