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Gruppenpsychotherapie ist eine Behandlungsmethode, die, ausgehend von der Beobachtung, daß der Patient in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen gestört ist, versucht, ihm auf dem gleichen Wege, auf dem er erkrankte, wieder zur Gesundheit zu verhelfen. Es sollen hier erst die äußeren Voraussetzungen der Gruppenpsychotherapie dargestellt werden, um von da her weiter in die Problematik einzudringen.
Meine Gruppe trifft sich in der Klinik in einem 1. Klasse-Zimmer zweimal wöchentlich für etwa eine Stunde. Das Zimmer ist gemütlich eingerichtet. Ein runder Tisch steht in der Mitte, mit völlig gleichartigen Stühlen darum, so daß es keinen bevorzugten Platz gibt. Die Patienten können sich setzen, wohin sie wollen, nur versuche ich, immer in der Nähe des Aufnahmegerätes zu sitzen, welches offen und für jeden sichtbar dasteht, so daß ich es bedienen kann. Gewöhnlich setzen sich die Patienten immer auf den Stuhl, den sie von Anfang an hatten, wahrscheinlich um sich nicht in eine neue Situation zu begeben. Aufgefallen ist mir, daß sowohl die Männer wie die Frauen sich immer zusammensetzen. Wenn die Behandlung fortschreitet und die Patienten größere emotionelle Freiheit gewonnen haben, verschwindet die starre Sitzordnung.
Das Zimmer sollte immer gleich bleiben und nichts darin geändert werden, denn jedes neue Bild oder umgestellte Möbelstück zieht die Aufmerksamkeit der Patienten auf sich und lenkt von der Therapie ab. Ein Wechsel des Raumes wirkt außerordentlich störend.
Die vorgesehene Sitzungsdauer von einer Stunde wird gelegentlich überschritten. Falls gerade ein wichtiges Thema besprochen wird oder eine aufschlußreiche Diskussion stattfindet, gebe ich oft zehn oder mehr Minuten zu, um die Unterhaltung zum Abschluß zu bringen. Auch in Fällen, wo sich bei den Patienten zu viele Angst- und Schuldgefühle angesammelt haben, verlängere ich die Stunde, um, wenn möglich, die Patienten in ein annehmbareres psychisches Gleichgewicht bis zur nächsten Stunde zu bringen. Von Zeit zu Zeit