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Das in dem Buch wiedergegebene, 1946 in Bonneval abgehaltene Symposion hatte in Henri Ey nicht nur seinen Gastgeber, sondern in den von ihm zur Diskussion gestellten und vorher zur Kenntnis der Referenten gebrachten Thesen auch seine sachliche Mitte, um die diese Tagung kreiste, und die zu widerlegen sich alle anderen Referenten zur Aufgabe gemacht hatte. Henri Ey präzisiert seinen Standpunkt zur Psychogenese kurz gesagt folgendermaßen: „Ich verneine jede Psychogenese und jede seelische Kausalität bei Geisteskrankheiten. — Die Psychogenese charakterisiert die Ebene der normalen seelischen Aktivität.“ Eys Haltung ist radikal, indem sie auch die Psychogenese der Psychoneurosen verneint und hier überall eine organische, meist konstitutionelle Grundlage als Ursache ansieht. In seiner dynamischen Auffassung des Lebendigen in hierarchisch geordneten Ebenen und Strukturformen, die in ihrer Konzeption H. Jackson stark verpflichtet ist, werden die psychischen Funktionen und Integrationsleistungen den körperlichen Gegebenheiten gleichsam aufliegend vorgestellt. Dabei spiegelt das Seelische die physiologischen Erschütterungen bei cerebralen Erkrankungen und reintegriert sich je nach Ausmaß und Stufe des Abbaus im Organischen zu entsprechender Höhe. Das Seelische ist dann aber nicht mehr verstehbar, da es eine Unterbrechung in der freien psycho-genetischen Entwicklung auch bei Normalen darstellt. Bei der praktischen Diagnostik legt Ey großen Wert auf die sogenannten negativen Symptome im Seelischen, die durch verworrene, defizitäre, ohne weiteres als sinnlos und durch organischen Abbau bestimmte Merkmale erkennbar sind. Er findet sie bei Neurosen wie auch bei Psychosen als Zeichen des die seelischen Störungen bedingenden organischen Abbaus. Psychogenetisches beeinflußt wohl die seelischen Symptome auch bei zugrunde liegenden cerebralen Prozessen, aber es ist mehr ein Auslaufen der seelischen Energie, als daß sie schöpferisch und integrierend tätig ist. Wichtig an Eys Auffassung