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Es handelt sich bei diesen „Entretiens psychiatriques 1952“ um eine von Henry Ey veranstaltete Zusammenstellung von acht psychiatrischen Arbeiten.
In einem längeren Vorwort bespricht Ey selbst diese Arbeiten und stellt die Autoren vor, die alle zu seinem psychiatrischen Arbeitskreis (Centre psychiatrique Sainte-Anne) gehören.
Die Aufsätze behandeln die verschiedensten Themen: Hysterie und Theater, biologische Probleme der Schizophrenie, Pubertätspsychologie, Rorschachiana, Probleme der Gehirnpathologie, der vergebliche Versuch, reaktive Psychosen von Neurosen abzugrenzen (eine Arbeit, die wesentlich von Jaspersschen Gedankengängen inspiriert ist) und das Aphasieproblem.
Die bedeutendste und weitaus überragendste Abhandlung ist diejenige von P. C. Ramacier, betitelt: Hystérie et Theatre. Diese beiden Begriffe werden gegenübergestellt, phänomenologisch und analytisch eingehend untersucht, verglichen und in Beziehung gesetzt. Ramacier zitiert eine große Anzahl von Autoren, u. a. Pirandello, Nietzsche, Klages, Jaspers, P. Valérie, Shakespeare, Sartre, Minkowski, Janet, Freud und etwa 60 andere.
Nach einer ausgedehnten Voruntersuchung kommt R. in einer „ersten Synthese“ zu folgendem Schluß: Der Hysterische spielt Versteck mit sich selbst. Die Hauptrolle in seinem „Stück“ spielt die Angst. Die Angst vor der Gewalt seiner Triebkräfte und der eigenen Tiefe. Für einige Miuten, einige Stunden oder Jahre steht das Dasein still. Der Kurs seines Seins ist unterbrochen. Erst am Ende seines „Theaters“ und seines somnambulen Delirs gewinnt er wieder Haltung. Was er ist und was er ausdrückt und darstellt ist gleichzeitig wahr und falsch.
Der Schauspieler dagegen spielt sozusagen ein freies Spiel mit sich selbst. Überhaupt ist die Handlung des Theaters ein Akt, der irgendwie „aufgeht“, der ein Ende hat. Die Angst wird besiegt, eine Wirklichkeit ist wieder sichtbar. Während des künstlichen Lebens des Schauspielers wurden Schritte unternommen, Schritte, die in einem neuen, wesentlichen u