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Dieses Buch des Berliner Nervenarztes gibt dem gebildeten Laien, für den es geschrieben ist, manchen guten Hinweis. Den Hauptteil des Buches macht aber auch hier wieder die vom Verfasser seit Jahrzehnten verfochtene „Psychobiologie“ aus. Vom Verlag wird diese Publikation „als ausgezeichnete Einführung in die ausführliche Darstellung dieses Stoffes“ bezeichnet, der als „Lehrbuch der Psychobiologie“ in acht umfangreichen Bänden erschienen ist. Man kann darüber offenbar verschiedener Meinung sein. Rez. fand zumindest schon diese „Einführung“ stilistisch unerträglich und durchsetzt mit wissenschaftlichen Absurditäten. Die „Psychobiologie“ geht von der „Erkenntnis“ aus, „daß der Mensch ein rein biologischer Organismus ist, also auch die sogenannten seelischgeistigen Vorgänge und Erscheinungen biologische sind“. Diese Behauptung wird nun in abenteuerlichster Weise je nach Bedarf unter Verkürzung oder auch unbedenklicher Erweiterung der verschiedensten hirnanatomischen und physiologischen Ergebnisse der Neurologie und Physiologie „unterbaut“ und ganz einfach postuliert, daß die „Psychobiologie“ das Leib-Seele-Problem medizinisch wie auch philosophisch überwunden habe und daher medizinische und philosophische Anthropologie, item die vollendete „Wissenschaft vom Menschen“ sei. — Sinnvoller als eine in Einzelheiten gehende kritische Rezension, für die der Verfasser vermutlich ebenfalls Patentantworten zur Verfügung hätte — denn für ihn gibt es keine Problematik mehr und jeder mögliche Einwand sei in seinem Lehrbuch berücksichtigt —, ist die Frage nach dem Grund einer so weitgehenden Bewußtseinsspaltung. Wir kennen ihn nicht. Aber wenn ein Organ der nationalsozialistischen Bewegung 1933 (Allg. Dtsch. Hochschulführer) schreiben konnte: „Was alle Menschen, Gelehrte und Ungelehrte, allezeit für unmöglich geglaubt haben; hier ist's Ereignis — das Rätsel ‚Wesen der Dinge‘ ist gelöst“ (zit. aus dem Verlagsprospekt 1951!), so scheint uns doch die „Psychobiologie“ sehr in die Nähe dam