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Das Anliegen des Verfassers in seinen, in diesem Buch gesammelten Aufsätzen geht in der Richtung einer Belebung der parapsychologischen Forschung, die ihm in eine Stagnation geraten zu sein scheint. Bedeutende Köpfe haben sich schon für eine vorurteilslose Beschäftigung mit den parapsychologischen Fragen eingesetzt, so Dessoir, Jung und Ziegler. Schopenhauer, Bergson und Driesch haben schon die Richtung angegeben, in der der Verfasser sich nun weiter kritisch und historisch um die Probleme der Parapsychologie bemüht. Daß hier Möglichkeiten liegen, dafür beruft sich der Verfasser auf das, was C. G. Jung die „Wirklichkeit der Seele“ genannt hat. Allerdings steht das Prinzip der Leib-Seele-Einheit, das a priori verbietet, Psychisches und Somatisches als empirisch gegebenen Gegensatz zu sehen, heute diesen Tendenzen entgegen. Der Verfasser gibt zu, daß die Ergebnisse der Parapsychologie, worunter er eigentlich das Hellsehen und die Telepathie versteht, nicht geeignet sind, das heute vielfach als selbstverständlich angenommene Prinzip der Leib-Seele-Einheit zu bestätigen. Ihre Ergebnisse leiten vielmehr zu der polaren Zweiheit von Leib und Seele aus dem Urgrund des Einen zurück, wie sie etwa im Neuplatonismus gesehen wurde. Wir stimmen dem Verfasser bei, daß der Monismus für den Fortschritt der parapsychologischen Erkenntnisse nicht annehmbar ist. Die Trennung des Seins in verschiedene Arten oder Kategorien ist ja auch für unsere Erfahrung von Anfang an gegeben und sollte uns wohl veranlassen, jede Art oder Kategorie des Seins mit den ihr entsprechenden methodischen Erkenntnisprinzipien anzugehen. Der Monismus in der Methode führt zweifellos zu Verwirrung. Die mehrdimensionale Brechung des Seins ist mit dem mehrdimensionalen Begreifen zugleich gegeben. Dies überwinden zu wollen mag zwar unsere Sehnsucht sein, kann aber nicht zu befriedigenden Erkenntnissen führen.
Der Verfasser ist Kunsthistoriker und Kunstpsychologe und fühlt sich keiner christlichen Konfession als solch