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Verfasser versucht bei einem Fetischisten den Anlagefaktor zu demonstrieren. Zwar würden die charakterlichen und Triebstrukturen durch die Umwelt mitgeformt, jedoch deren „Radikale“ seien vererbt. Der Rückzug auf die ersten Jahre des kindlichen Erlebens, auf die sogenannten infantilen Sexualerlebnisse erscheine oft willkürlich und unbefriedigend. Verfasser gibt einen kurzen Überblick über die Literatur. Hierbei wird Freud kurz und offenbar ohne tieferes Verstehen erwähnt. Ihm wird „willkürliche Deutung“ an sich unverständlicher Tatbestände vorgeworfen. Neuere tiefenpsychologische Fachliteratur wird von Verfasser nicht herangezogen. Sodann wird die Krankengeschichte mitgeteilt; vorsorglich wird hierzu bemerkt, daß man „die Hilfestellung eines ‚zünftigen‘ „Psychotherapeuten beansprucht habe“. Allerdings ohne „irgendwelche Anhaltspunkte für besondere Erlebnisse herauszufinden“. Es wurden „eine Reihe bemerkenswerter erblicher Belastungsmomente in der Familie“ entdeckt. Es wird darauf hingewiesen, daß es eine „Ausrede“ sei, wolle man dem Verfasser etwa vorwerfen, daß die Zeitspanne der Untersuchung und die Zahl der Sitzungen in wenigen Wochen (die nicht angegeben wird) ungenügend sei, um den Fall wirklich zu erhellen. Verfasser bezieht sich hierbei auf Boss, dem man in der Transvestitendiskussion in der PSYCHE (IV/4, 1950) das gleiche nachgesagt habe. Diese Beunruhigung des Verfassers erscheint berechtigt, wenn man bedenkt, daß die Bosschen Fälle doch immerhin an die 200 Stunden behandelt wurden.
Es handelt sich um einen 39jährigen Patienten „Typus eines sachlich-denkenden, wahrheitsliebenden Mannes, von sehr ausgeprägtem Pflichtbewußtsein und Ordnungstendenzen in seinem ganzen Wesen“, ein „kunstliebender Ästhet“; von Beruf Jurist, leidenschaftlicher Photoamateur. Den Vater, der zeitweilig Trinker war, verlor Pat. schon mit 3 Jahren, es sei deshalb „ausgeschlossen, daß er von den ehelichen Schwierigkeiten, die die Trunksucht des Vaters heraufbeschwor, irgend etwas bemerkt