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Verf. führte 1941-1942 eine freiwillige psychiatrische Durchmusterung der Schulkinder von 50 Berner Primarschulen durch, wobei von rund 4100 Schülern 1532 registriert werden konnten. Die Untersuchung diente vorwiegend der Erfassung der Psychoneurotiker, über die bisher noch keine ähnlichen Untersuchungen existierten, zumal der Psychopathiebegriff früherer Zählungen doch ein zu schwankender und wenig fest umrissener ist. Für die erstrebten Einzeluntersuchungen benutzte Verf. als Laienhelfer Lehrer, die sich schon früher bei Intelligenzprüfungen von Schulkindern als Hilfskräfte bewährten. Die Lehrer wurden instruiert, alle auffälligen Kinder zu melden, nachdem man sie auf folgende Symptome hingewiesen hatte: Schlechte oder wechselnde Schulleistungen, mangelnde Konzentration, Unruhe, Trotz, Ängstlichkeit, Neryosität, Verträumtheit, Unordentlichkeit, Pedanterie, Sprechstörungen, Bettnässen, Nachtwandeln, sexuelle Geschehnisse, Verwahrlosung. Die untersuchte Bevölkerung bestand zu gleichen Teilen aus Stadt- und Landbewohnern; der Gesundheitszustand war zu Anfang des Krieges noch sehr gut.
Es wurde vor der Untersuchung für eine günstige Stimmung unter den Schülern gesorgt. Sobald sich die Untersuchung in einer Schule über mehrere Tage hinzog, traten Widerstände von seiten der Eltern auf. Beobachtung und Gespräch standen im Mittelpunkt der