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Die kommenden Tage eines internen wissenschaftlichen Gespräches sind nicht der Demonstration in der fragwürdigen Bedeutung des Wortes gewidmet. Sie gelten vielmehr, besonders was unser erstes Arbeitsthema „Methodik und Technik in der Praxis der Tiefenpsychologie“ betrifft, dem Ringen um eine Fundamentalkritik. Sie gehört zu jeder Wissenschaft. Aber wenn es hier um die angemessenste Form der Annäherung an ein Forschungsobjekt geht (auch der Mensch ist für viele Wissenschaften ein solches Objekt und kann es sein), so ist unsere Problematik einmal schwieriger, weil gerade das Subjekt Gegenstand des Forschens wurde. Dieser Tatbestand hat uns nicht weniger als den Vorwurf eingetragen, daß wir keine Wissenschaft seien; es sei nicht möglich, der Subjektivität der menschlichen Erscheinung wissenschaftlich zu begegnen. Das Einmalige des Subjektes könne nie zugleich das Allgemeine sein, dieses aber bestimme den Inhalt der Wissenschaft. Man kann dieser für die Objektforschung gültigen Auffassung nicht widersprechen, weil man mit ihr nicht die gleichen Voraussetzungen, und zwar die Verpflichtung an die Logik als Methode, welche die Beobachtungen dirigiert, teilt. Die Logik bleibt in unserer Forschung in Kraft als Kriterium der Rechenschaft. Die Beobachtung richtet sich nicht nur auf Logisches und Alogisches; sie ist rein empirisch, trägt nicht einen aktiven methodischen Ansatz an das, was beobachtet werden soll, heran. Zwischen Beobachtung und Rechenschaft bleibt das Phänomen des Widerspruchs bestehen. Und damit ist eine befreitere Wirklichkeitserfahrung möglich — die Rechenschaft aber unerhört erschwert. Denn nun ist es nicht mehr so, daß man eine Antwort auf eine Frage erhält, die man stellte, sondern daß man zu antworten hat auf schlechthin Ungefragtes.