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Im zeitlich begrenzten Rahmen eines Tagungsreferates beschränke ich Mensch auf Bemerkungen zu einigen Fragen, die eine kleine Auswahl aus dem großen Gesamt-Gebiete darstellen, mir aber für die psychoanalytische Technik charakteristisch erscheinen, vor allem auf die Fragen der „Menschlichen Grundhaltungen“, der „Analyse der Übertragung und Gegenübertragung“ und der Rolle der „Psychoanalytischen Grundregel“.
Sucht uns ein Mensch auf, der sich in eine psychoanalytische Behandlung begeben möchte, so werden wir natürlich von Anfang an versuchen, mit ihm in das Verhältnis eines gegenseitigen Vertrauens zu gelangen. Aber es ist wichtig zu wissen, daß uns dieser Mensch nicht als ein zeitloser Begriff entgegentritt — als der er gewiß auch gesehen werden muß —, sondern als ein Wesen, das in einer Entwicklung und einer Geschichte steht, das uns jetzt und hier als ein prozeßhaftes Geschehen entgegentritt. Für den Analytiker gilt es, daß er sich in dieses Geschehen hineinbegibt. Die therapeutische Kunst zeigt sich in erster Linie in der Fähigkeit, nicht allein mit dem Patienten, sondern mit diesem durch den Patienten repräsentierten Prozeß in Kontakt zu bleiben.
Es handelt sich um einen objektiven, zunächst weitgehend autonomen Prozeß, der sich nicht nur dem Versuche des Patienten, ihn in die Hand zu bekommen, sondern auch dem gleichen Bemühen des Analytikers weitgehend entzieht. Die Kunst des Analytikers hat nicht allein darin zu bestehen, mit dem Prozeß Kontakt zu gewinnen, sondern im Verlaufe der Behandlung und in Zusammenarbeit mit dem Patienten diesem darin zu helfen, sich des Prozesses zu bemächtigen und an Stelle der Abhängigkeit von ihm ein Höchstmaß von Unabhängigkeit ihm gegenüber, ein Höchstmaß von Führung über ihn zu gewinnen. Um dem Patienten zu dieser Führung verhelfen zu können, muß es dem Analytiker seinerseits gelingen, sich dieses Geschehens durch die richtigen Grundhaltungen, durch eindringendes Erkennen und durch das Wort zu bemächtigen und so die Führung — ni