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Während des analytischen Prozesses sind wir fast ausschließlich auf die Äußerung von Gedanken und Gefühlen in Worten angewiesen. Häufig aber beobachten wir in Worten noch nicht ausgedrückte (präverbale) Verhaltensweisen, die offensichtlich in Beziehung zu der momentanen psychologischen Situation stehen. Manchmal äußert sich der Patient spontan über körperliche Empfindungen, die er bemerkt, und die als zugehörig zu einer psychosomatischen Einheit gedeutet werden können. Im großen und ganzen aber vergessen wir leicht, daß die Analyse, die große Quantitäten psychischer Energie in Bewegung setzt, fortgesetzt von unsichtbaren physiologischen Anpassungs- und Reaktionserscheinungen begleitet ist, die zu ihr in Wechselwirkung stehen.
Es sollte stets daran gedacht werden, daß, was immer in einem Teil des Organismus geschieht, sich im ganzen widerspiegelt und die Funktion des Organismus motiviert. Dies gilt für den kleinsten wie für den komplexesten Prozeß. Hinsichtlich der Natur der psychischen oder somatischen Fluktuationen im Innern, als Reaktionen, die der Organismus zeitigt, muß angenommen werden, daß weder die emotionalen noch die organischen Reize noch auch der Organismus konstant bleiben, daß aber an der Schwelle, wo es sich um geringste Energiemengen handelt, es der Reiz ist, der variiert. Die Natur seiner Variabilität entscheidet über die Variation, die zwischen Reiz und Reizbeantwortung vor sich geht.
Man kann zwischen sichtbaren und unsichtbaren Reaktionen unterscheiden. Die sichtbaren Reaktionen lassen sich im allgemeinen leichter in ihrer Beziehung zu Reizen von außen oder innen verstehen. Die unsichtbaren Reaktionen, wie etwa vasomotorische, entgehen meist der direkten Beobachtung und entwickeln ihre spezifische Verhaltensweise unauffällig. Im allgemeinen werden ihre habituellen Reaktionen auf äußere Einflüsse übersehen.
Entsprechend dem Gesetz der psychosomatischen Einheit wird aber das unsichtbare körperliche Verhalten ebenso in das psychosomatische Grundverhalt