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Verfasserin berichtet über die Beobachtungen an drei erbgleichen Zwillingspaaren in einem englischen Kinderheim während der Kriegsjahre. Es handelt sich um Kinder, die infolge der Kriegsverhältnisse vorübergehend nicht bei den Eltern leben konnten, ihre Eltern bzw. ihre Mutter jedoch gelegentlich, manchmal sogar täglich, sahen. Von diesen drei Zwillingspaaren kamen zwei im Alter von 4 Monaten ins Heim (je zwei Jungen und zwei Mädchen) und das dritte Paar (zwei Mädchen) mit 3 Jahren. Die an den Kindern gemachten sehr genauen täglichen Beobachtungen sind in den am Schluß des Buches beigefügten Tabellen aufgezeichnet. Sie wurden von verschiedenen Personen ausgeführt, um ein möglichst objektives Material zu gewährleisten.
Die durchweg beim Anblick von Zwillingen festzustellende Reaktion des Sichfreuens und des besonderen Interesses geht nach Ansicht der Verfsaserin zurück auf den Kindheitswunsch vieler Menschen, einen völlig gleichgearteten Gefährten zu haben, einen Wunsch, der häufig in den Tagträumen von Kindern auftritt, die sich vereinsamt oder verlassen fühlen. Daß die überaus große Ähnlichkeit erbgleicher Zwillinge hier eine besondere Rolle spielt, liegt auf der Hand. Die Zwillinge fühlen das Interesse, das ihnen gemeinsam entgegengebracht wird. Verfasserin meint, daraus entwickele sich das Bestreben, „gemeinsam zu gefallen“. Hier läge aber auch die Gefahr, von anderen nicht als Einzelwesen betrachtet und behandelt zu werden. Tatsächlich ähnelten sich von den drei Zwillingspaaren zwei so sehr, daß die Mutter in dem einen Fall die Kinder bis zu 18 Monaten nicht mit Sicherheit unterscheiden konnte, im anderen Fall verwechselte die Mutter die Kinder mit sechs Monaten zwar nicht mehr, konnte sie aber auf Fotographien noch nicht mit Sicherheit unterscheiden. Nun hätten aber verschiedene Mütter offen zugegeben, daß sie ihren Kindern erst von dem Zeitpunkt ab wirkliche Liebe entgegenbringen konnten, als sie sie sicher unterscheiden konnten.