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Der verstorbene Verfasser, ein Schüler Śrǐ-Rǎmakrishnas, war zweifellos eine der bedeutendsten Autoritäten auf dem schwierigen Gebiete des Yoga. Im Besitze einer ausgezeichneten europäischen Bildung hat er es verstanden, auf 107 Seiten des Buches den Rǎja-Yoga mitsamt der indischen Terminologie unter Zuhilfenahme uns geläufiger Vergleiche aus dem Bereich der Naturwissenschaften und Philosophie zu erläutern und den Zugang zu seiner Verwirklichung zu ebnen. Wer die Yoga-Literatur etwas kennt, wird diese Veröffentlichung, deren Wert durch die auf weiteren 179 Seiten beigefügten, vom Verfasser übersetzten und erläuterten Yoga-Sǔtras des Patañjali wesentlich erhöht wird, wegen ihrer Klarheit und absoluten Zuverlässigkeit dankbar begrüßen.
Yoga bedeutet Weg zur ganzheitlichen Vereinigung mit dem in uns liegenden Lebensurgrund, Rǎja-yoga im besonderen den erfolgreichen Pfad durch vollkommene Beherrschung aller seelischen Vorgänge. Im 1. Kap., einer besonderen Einleitung (Seite 1-17), wird betont, daß Yoga Wissenschaft ist, und daß die dabei mit Hilfe einer ganz bestimmten Methode der Konzentration gemachten Wahrnehmungen unmittelbare Erfahrung darstellen. Erst wenn wir wegen der engen Verbindung von Körper und Geist unter Anwendung bestimmter physischer Hilfsmittel auch den Leib, insbesondere das Nervensystem, in die Gewalt bekommen, gelingt die erstrebte Beobachtung der inneren Natur des Menschen und seiner Objekte, die zur Entdeckung und Erfahrung einer absoluten, undifferenzierten, hinter Subjekt und Objekt liegenden Einheit führt, bei der im Rǎja-yoga erreichbaren Ausbildung der geistigen Kräfte noch darüber hinaus zu einer Beherrschung der Innenund Außenwelt. Schließlich ist die Rückkehr des Entfalteten in seinen Ursprung, einen nach der Lehre des Yoga im Vergleich zum Individuum höheren Zustand, unausweichliches Naturgesetz.
In den Kap. 2-7 behandelt der Verfasser die acht Stufen des Rǎja-yoga, die