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Vorliegende Arbeit stellt die tiefenpsychologische Behandlung einer Asthmakranken dar. Der Grund zur Veröffentlichung liegt in der Rolle, die das Modellieren in der Behandlung spielte. Es gab der Patientin die Möglichkeit, unbewußte Erlebnisinhalte in besonders anschaulicher Form konkret zu gestalten. Darüber hinaus erlangte der Vorgang des Gestaltens selbst für die im Heilungsvorgang geforderte Realitätsbewältigung eine entscheidende Bedeutung.
Die Psychoanalyse erstreckte sich über 150 Stunden im Verlauf von drei Jahren.
Die Patientin Christine wurde in ihrem zwölften Lebensjahr von ihrer Mutter in ein Skilager zur Erholung gebracht. Bei der Einlieferung in das Kinderheim behandelte die Mutter die Zwölfjährige in Gegenwart der Heimleiterin, die eine Idealgestalt des Kindes verkörperte, wie ein Kleinkind. Das Mädchen empfand heftigen Ärger, den es in keiner Weise äußern konnte. Bald nach dem Abschied der Mutter fühlte das Kind sich verlassen, erkrankte an einer Lungenentzündung und erlebte nach deren Abklingen den ersten Asthma-Anfall. Die Anfälle wiederholten sich häufig und dauerten oft Stunden, mitunter auch Tage an. Medikamentöse, klimatische und physikalische Behandlungen waren erfolglos. Im Juli des Jahres 1950 wurde die Patientin von ihrem Hausarzt unserem Institut überwiesen.
Die klinischen Untersuchungen ergaben folgende krankhafte Befunde: Starke Bronchitis, mäßiges Lungen-Emphysem. Die Vitalkapazität betrug 3700 ccm. Im Blutbild fanden sich 11% Eosinophile. Die Haut zeigte in