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Wir sind Edoardo Weiss und seinen Mitarbeitern zu tiefstem Dank verpflichtet für den im Jahre 1953 veröffentlichten Sammelband von Paul Federns Schriften über „Ichpsychologie und die Psychosen“. Das Buch enthält wichtige Arbeiten früherer Jahre und eine Reihe bisher unveröffentlichter Beiträge, die Weiss zur Publikation fertiggestellt hat.
Zum wirklichen Verständnis für Federns Werk durchzudringen, ist eine schwierige, aber äußerst lohnende Aufgabe. Zu seinem Erstaunen stellt der Leser fest, daß Federn vor zwanzig, dreißig Jahren normale und pathologische Vorgänge im Ich beobachtet und theoretisch zu erfassen versucht hat, die erst in letzter Zeit in den Brennpunkt psychoanalytischer Forschung gerückt sind.
Warum sich seine Ideen so schwer durchgesetzt haben, hat Federn selbst mit Hilfe seiner neuen Theorien erklärt — ein typisches Beispiel für seinen lebendigen Kontakt mit seiner eigenen Gedankenwelt. Er war sich aber nicht ganz klar über seine komplizierte, im Eigenerleben und in der Selbstbeobachtung verwurzelte Denk- und Schreibweise. Von einem Leser, der nicht seit Jahren mit den von Federn behandelten Fragen vertraut ist, erfordert das Studium seiner Schriften ein ungewöhnliches Maß von Einfühlung in seine Eigenart.
Die Einführung von Edoardo Weiss ist daher als Orientierung in Federns Ideenwelt besonders hilfreich. Wir wollen nun versuchen, die wichtigsten Gedankengänge des Bandes herauszuarbeiten und kritisch zu beleuchten. Im ersten Teil des Buches hat Weiss fünf Arbeiten über Ichpsychologie zusammengestellt; dann folgen neun Schriften über die Behandlung der Psychosen und schließlich zwei Beiträge zum Problem des Narzißmus, die inhaltlich eigentlich zum ersten Teil gehören.
Im Mittelpunkt der Federnschen Ichtheorie steht der ziemlich schwer faßbare Begriff der „Ichgrenzen“ und des