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In dem ersten Aufsatz des vorliegenden Bandes findet sich das schöne und tiefsinnige Wort: „Beseeltes Wesen ist lebendiges Wesen. Seele ist das Lebendige im Menschen, das aus sich selbst Lebende und Lebenverursachende“. Wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch der hier angedeutete Zusammenhang von Lebendigem und Seelischem, von Lebensprozeß und seelischem Entwicklungsprozeß, wobei es Verfasser nicht unterläßt, auf das dieser Entwicklung zugrunde liegende Unerklärliche und Geheimnisvolle immer wieder hinzuweisen: „Der moderne Psychologe ist sich bewußt, daß er nicht mehr hervorbringen kann als eine in wissenschaftlichen Symbolen formulierte Beschreibung eines psychischen Vorganges, dessen wirkliche Natur so bewußtseinstranszendent wie das Geheimnis des Lebens oder das der Materie ist“ (p. 350). Was nach den Worten Jungs die „wissenschaftlichen Symbole“ des modernen Psychologen bezwecken, nämlich eine Ordnung in die Vielfalt der Erscheinungen zu bringen, versuchten die alten Alchemisten auf ihre Weise. Nur taten sie es unbewußt, man könnte fast sagen: traumhaft, und wenn sie auch nicht in „wissenschaftlichen Symbolen“ sprachen, so drücken ihre oft so schwer verständlichen Schriften das gleiche in einer Fülle von Bildern aus. Eines der häufigsten Bilder für den oben erwähnten seelischen oder Lebensprozeß ist dasjenige des Baumes. In zahlreichen Mythen und in den Visionen der Schamanen erscheint er überdies als kosmischer — oder Weltenbaum, was darauf hinweist, daß die durch das Symbol des Baumes ausgedrückte Sinneinheit nicht nur Leben und Seele, sondern noch eine dritte Größe: die Welt, oder die Materie