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Diese 8. Auflage erschien gegen die vorhergehende „mit vielen kleinen, aber längst notwendigen Korrekturen“ und einem neuen Register.
Unter den zahlreichen typologischen Ansätzen und Systemen der Gegenwart hat sich die Typologie Jungs nicht nur behauptet, sondern ist weitgehend Allgemeingut psychologischer Grundbildung geworden. Sie stellt sozusagen den normalpsychologischen Teil der Lehren Jungs dar, wenn dieser auch betont, sie sei aus der täglichen praktischen Krankenbehandlung hervorgegangen. In der Vorrede wird weiter angegeben, diese zwanzigjährige Arbeitsfrucht praktischer Psychologie verdanke ihre Entstehung auch dem Umgang mit Menschen aller sozialen Schichten, der persönlichen Auseinandersetzung mit Freund und Feind, und schließlich der Kritik der psychologischen Eigenart des Autors selbst. Demnach entsteht Typologie also auch auf Grund von sympathischem und antipathischem Umgang mit Nächsten, wie kritischem Umgang mit sich selbst. Ist sie differenziert genug, so kann sie Mittel und Korrektiv zur Fremd- wie Selbstkenntnis werden. Jeder von uns wird von Vorlieben, Abneigungen und grundfunktionalen Schwerpunktshaltungen mitbestimmt. Typologische Aufschlüsse tun also für jede Menschenkenntnis wie Menschenbehandlung not. Sie tragen dazu bei, eigene Brechungsfehler zu relativieren.
In seiner Einleitung appelliert Jung an das Wohlwollen seiner Leser, falls diese