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Ausgehend von der Erfahrung, daß psychische Erkrankungen Erwachsener Beziehung haben zu den verschiedenen Stadien der psychischen Entwicklung des Kindes, wird die Notwendigkeit betont, daß die Forschung sich in eingehenden klinischen Beobachtungen mit der Entwicklung des normalen und des gestörten Kindes zu beschäftigen habe, wobei die durch neu zu entwickelnde Techniken gemachten Befunde ständig analytisch interpretiert werden sollten. Wenn auch in den ersten 2½ Jahren des Kindes eine Untersuchung im streng analytischen Sinn nicht möglich ist, könnte doch Entsprechendes erreicht werden, wenn man genau die Charakterbildung von ihren Anfängen an verfolge. Ausgehend vom Freudschen psychischen Apparat wird darauf hingewiesen, wie durch die ständigen Variationen, Permutationen und Kombinationen der in ihrer Dominanz wechselnden Triebe, Mechanismen, Strukturdifferenzierungen und der hineinwirkenden konstitutionellen Faktoren der Charakter die individuelle psychische Gesamtsituation in einem bestimmten Stadium anzeigt, wobei jedesmal die Fähigkeit zur Realitätsprüfung besonders zu beachten ist. An dieser Charakterbildung lassen sich Störungen schon erkennen, ehe es zu eigentlichen Symptomen gekommen ist.
In sehr gedrängter Form, weniger schon endgültige Resultate als Richtlinien und Anregungen für künftige Forschung gebend, wird der Versuch unternommen, einer systematischen Klassifizierung psychischer Störungen im Kindesalter mit ihrer Bedeutung für spätere Erkrankungen näherzukommen.
Glover unterscheidet prinzipiell schon in der allerfrühesten Zeit auftretende „funktionelle und Entwicklungsstörungen“, die sich psychisch und somatisch auswirken können, von einer erst später zu findenden Gruppe von „Symptombildungen“, zu denen er die Neurosen und Vorläufer von Psychosen zählt.
Unter den „funktionellen Störungen“