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Verfasser, dem wir als Pädagogen zahlreiche Veröffentlichungen über Reifungsprobleme des Kindes und Jugendlichen verdanken, hat die Ergebnisse seiner jahrelangen Untersuchungen im vorliegenden Buch zusammengefaßt.
Das wesentliche Anliegen des Verfassers ist der Nachweis eines ständigen Phasenwechsels
in der Entwicklung des Kindes, mit Ablösung vorwiegend lustgerichteter intentionaler Phasen durch unlustbetonte emotionale Phasen, wie umgekehrt, wofür er das Bild einer aufsteigenden Spirale verwendet. Während die intentionalen Phasen mehr dem Sammeln von Erfahrungen und ihrer intellektuellen Verarbeitung dienen, appellieren die unruhigen, aber auch schöpferischen emotionalen Phasen an die endothymen Triebschichten. Sie prädisponieren in ihrer Labilität zur Neurosemanifestation.
Schon der Säugling macht mit der Ablösung von der Mutter eine erste emotionale Phase durch. In allen emotionalen Phasen ist eine Triebambivalenz (Trotz-Zärtlichkeit) ausgeprägt, die den Konflikt des Kindes im jeweiligen Stadium der Lösung (von der Mutter zur Gemeinschaft) aufzeigt. Die einzelnen Phasen verlaufen nach Ansicht des Verfassers unabhängig von äußeren Einflüssen bemerkenswert termingemäß und sind in ihrem Wechsel oft auf wenige Wochen genau festzulegen.
So sieht Verfasser jedes auffällige Verhalten des Kindes und Jugendlichen aus seiner jeweiligen Reifungsphase erklärbar und empfiehlt besonders den Lehrern, den Krisenjahren mit den daraus resultierenden Schulschwierigkeiten psychologisches Verständnis entgegenzubringen.
Das Buch gewinnt noch an Wert durch die Zusammenstellung verschiedener, vom Verfasser wie von anderen Autoren veröffentlichten Statistiken des emotionalen Verhaltens in jedem Lebensalter, sowie durch illustrierende bildkräftige Tagebuchberichte aus den verschiedenen Krisenaitern. In seiner konzentrierten und übersichtlichen Form wird es besonders Pädagogen, Psychologen und Ärzten wertvolle Dienste leisten.