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Verfasser sucht die wesentlichen Mechanismen der Sprachstörung des Stotterns vom Unbewußten her, und zwar durch Zuordnung des Symptoms in die neurotische Gesamtpersönlichkeit zu erklären. Er sieht im Stottern eine spezifische Laut- bzw. Buchstabenangst, die als Reaktion auf einen aktuellen Gewissenskonflikt auftritt und häufig sexueller Genese ist. Dem Streben des Geständniszwanges stellt sich ständig als Gegenstreben die Versagung (Drohung) entgegen, die dann mit Schuldgefühlen den seelischen Konflikt unterhält. Erfolgt das Stottern auf ein äußeres Trauma hin (z. B. Unfall), dann liegt dem Versagen meist eine latente neurotische Gestörtheit zugrunde. Der Kinderfehler des Stotterns tritt in den ersten sechs Lebensjahren dann auf, wenn der Übergang von einer Entwicklungsstufe zur nächstfolgenden konfliktbesetzt ist. So finden sich bei diesen Kindern schon häufig vor der Phase des Sprechenlernens Störungen vorwiegend im oralen Bereich wie vermehrtes Lutschen, Beißen, Lallen und Schreien. Mit dem Übergang zur Phase des Sprechenlernens, d. h. von einer instinktiven zur bewußten Lebensführung, in der das Lernen eine bewußte Aufmerksamkeit erheischt, erleidet die