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Dem 502 Seiten umfassenden, unerhört vielseitigen Werk ist schwer gerecht zu werden: schon deswegen, weil Referent nur einen Bruchteil jener Wissensgebiete zu überblicken vermag, die Friedmann in wahrhaft enzyklopädischer Universalität zu einer Synthese zu zwingen versucht. Man muß wissen, daß Friedmann nacheinander Schüler des Juristen E. J. Bekker, des Biologen Ernst Haeckel, des Philosophen E. v. Hartmann war; daß F. in Mathematik, Medizin, Physik ebenso zuhause, wie musisch gebildet ist und daß er dank eines langen Lebens den Bildungsgang einer ganzen Epoche lebendig in sich aufgenommen hat. Auf diesen reichen Grundlagen entwickelt F. eine idealistisch orientierte Naturphilosophie mit der Prätention, zu „symbolnahen Begriffen“ vorzustoßen, welche Wissenschaft, Kunst und Religion wieder zueinander zu bringen vermögen.
Das klassische naturwissenschaftliche Denkgebäude, das über Kant hinaus unser Weltbild geprägt hat, ist durch den Einbruch der Relativitätstheorie