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Es ist schwer, im Rahmen einer notgedrungen kurzen Besprechung, die reichhaltige Fachzeitschrift Graphologia, deren dritte Folge vorliegt, zu besprechen. Der Referent kann daher nur auf die ihm am wichtigsten erscheinenden Aufsätze etwas näher eingehen und die übrigen lediglich am Rande erwähnen.
Da ist eine Arbeit des belesenen und umsichtigen R. Pokorny, Tel-Aviv über die „Anwendung der modernen Graphologie auf die Hebräische Schrift“ mit dem Ergebnis, daß die uns geläufigen Herleitungsprinzipien sich sehr wohl auch auf das Hebräische anwenden lassen. Die Ausführungen sind im ganzen recht überzeugend. Lediglich die Überlegungen die sich auf die Rechtsund Linksläufigkeit und auf den Verbundenheitsgrad beziehen, erscheinen dem Referenten noch ergänzungsbedürftig. Pokorny meint, das „Blocken“ der Buchstaben im Hebräischen, das vorlagemäßig unverbunden geschrieben wird, wäre unserem Verbundenheitsgrad etwa gleichzusetzen. Dem Referenten will es aber scheinen, als liege eher ein Gliederungsphänomen vor, und die „Blockung“ wäre dann nicht aus der Bewegung wie die Verbundenheit, sondern aus einem leitbildlichen Ordnungsbedürfnis her zu deuten. Auch die Versuche, die in der Vorlage des Hebräischen vorgeschriebene Schreibweise von rechts nach links als nicht ausschlaggebend anzusehen für die Deutung des Richtungssinnes, überzeugen nicht ganz. Auch wenn die Schreibfläche ganz links vom Schreiber liegt und die Hand also vom Schreiber weggeführt wird, handelt es sich nach Ansicht des Referenten trotzdem nicht um eine abduzierende, sondern mit Rücksicht auf den Oberarm um eine adduzierende Bewegung. Der Ansicht Pokornys, daß man dieses Herannehmen des Oberarms an den Körper vernachlässigen könne, vermag sich der Referent nicht anzuschließen.
Nicht weniger als drei Arbeiten gelten der bewegungsphysiologischen Graphologie