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Nicht nur bei den manisch-depressiven, sondern auch bei den schizophrenen Psychosen scheinen pathologische Identifikationsmechanismen eine hervorragende Rolle für die Bildung der psychotischen Symptome zu spielen. Durch die Arbeiten von Freud, Abraham, Rado und Klein kennen wir die narzißtischen Identifikationen, die den Wahnideen bei manisch-depressiven Zuständen zugrunde liegen. Von den paranoiden Projektionen abgesehen, sind jedoch das Wesen und die Funktionen der Identifikationsmechanismen bei schizophrenen Prozessen noch nicht systematisch erforscht worden.
Das Studium und der Vergleich ihres Wesens und ihrer Rolle bei der Symptombildung mit entsprechenden Phänomenen bei manisch-depressiven Psychosen bieten einen lohnenden Forschungsansatz. Da im Rahmen dieser Arbeit nur eine knappe Darstellung möglich ist, darf ich einleitend kurz feststellen, daß in den Regressionsprozessen, die durch die Psychose ausgelöst werden, augenscheinlich frühe, prä-ödipale Identifikationsmechanismen aufleben, deren allgemeine Merkmale ich in der Gegenüberstellung zu normalen Ich-Identifikationen andeutend definieren möchte.
Zu diesem Zweck möchte ich mich des Ausdrucks „Selbst-Vorstellungen“ analog zu dem Begriff der „Objekt-Vorstellungen“ bedienen. Dieser Ausdruck bezieht sich auf den innerpsychischen Begriff des körperlichen und seelischen Selbst1, das im Laufe der Ichbildung aufgebaut wird und normalerweise die Eigenschaften, den Zustand und die Funktionen unseres bewußten und unbewußten Ich widerspiegelt. Der Ausdruck ist für das Studium der Psychose deshalb besonders geeignet, weil bei diesen Störungen nicht nur die wirklichkeitsgerechten Vorstellungen der Objektwelt, sondern auch die vom Selbst als einer integrierten Ganzheit zusammenbrechen und durch verzerrte, unwirkliche, wahnhafte Vorstellungen ersetzt werden können. Dem Psychotiker verwirrt sich ja beides, die Objektwelt und sein eigenes Selbst; ein Zustand, der uns an das frühkindliche Stadium erinnert, in welchem die Gren