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Beim Versuch, die psychoanalytische Therapie in die Klinik einzuführen, wird man immer wieder und unweigerlich mit dem Problem der sog. Kurztherapie konfrontiert. Überweisende Kollegen und erst recht die Versicherungsträger glauben an die Möglichkeit einer systematischen und umschriebenen Symptombehandlung. Sie kommen damit dem Widerstand des Patienten gegen eine tiefer eingreifende, ihn in seinem Wesen aufrufende analytische Behandlung in fataler Weise entgegen. Verweigert man sich als Analytiker diesem Ansinnen regelmaßig, so wird die notwendige Kooperation auf das ernsteste gefährdet. Abgesehen davon ist es für den Analytiker aber auch eine beunruhigende Gewissensfrage, im Hinblick auf die häufige Beschränkung hinsichtlich Zeit und Geld beim Patienten sowie auf die eigene Arbeitskraft viele Patienten nicht zur Behandlung annehmen zu können, bei denen durchaus die Indikation zu einer analytischen Therapie bestünde und die Persönlichkeit des Patienten dazu geeignet wäre.
Das Problem der sog. Kurztherapie ist so zu einem zentralen Problem unserer Arbeit geworden, um so mehr, als man immer wieder die Erfahrung macht, daß man dauerhafte und für den Patienten anscheinend unschädliche Symptomheilungen ohne nachweisliche spätere Symptomverschiebung auch in kurzen Behandlungen erzielt, in denen man sich vor einem aktiven und suggestiven Vorgehen durchaus gehütet und sich auf eine längere Analyse lege artis eingestellt hatte. Über eine solche an unserer Abteilung durchgeführte