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Das Buch gliedert sich in vier Hauptteile: Die neuzeitlichen Traumtheorien — Die Träume selbst — Die Daseinsmöglichkeiten des träumenden Menschen — Die Frage nach dem Wesen des Träumens im ganzen. Die Anlage ist so gehalten, daß nach einer kritischen Erledigung der analytischen (Freud, Jung, Schultz-Hencke, Fromm) und nichtanalytischen Traumtheorien (Leonhard, Siegmund, Hartmann, Bosshard, Klages) die „phänomenologische“ Daseinsanalyse als auch der Traumwirklichkeit einzig angemessen hingestellt wird. Boss wendet sich in seinen Polemiken wesentlich gegen „gedankliche Vergewaltigung“, abstrahierende „Vergegenständlichung“, „Subjektivismus“. Statt dessen wird nach einer „adäquaten Beschreibung der faktischen Erscheinungen“ gesucht und eine solche an dem Beispiel eines „merkwürdigen Schalentraumes“ exemplifiziert, den Boss aus 50 000 Träumen (11 200 davon in den letzten fünf Jahren schriftlich protokolliert) aus seiner Praxis auswählte.
Dieser Traum einer „psychisch und physisch gesunden Frau von 32 Jahren“ begann mit einer breiten Tafelszene am Familientisch in auffallend anschaulicher Lebendigkeit. Der älteste Sohn der Träumerin rückte dann „wie durch Zauberei“ vom gegenüberliegenden Ende des Tisches an ihre rechte Seite. Farbenprächtige Brücken spannten sich, kräftig leuchtenden Regenbogen vergleichbar, zwischen der Träumerin und ihren Angehörigen. Auf diesen Brücken schwebte eine große, goldig schimmernde Schale zwischen Träumerin und Familie hin und her; am längsten verweilte sie jeweilen in der Nähe des ältesten Lieblingssohnes. In dieser wunschlosen Glücklichkeit meldete sich dann der Gedanke, die Russen könnten eines Nachts eindringen und alle bestialisch umbringen. Vielleicht könnte man unter der Garage einen unentdeckbaren Schlupfwinkel ausbauen? Doch dann riß sich die Träumerin zusammen und verscheuchte mit großer Willensanstrengung alle diese trüben Vorstellungen, entschloß sich, nur die glückliche Gegenwart auszukosten und einen Plan für e