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Der 400 Seiten starke Band bringt nationale Referate aus Argentinien, Belgien, USA, Frankreich, Italien und der Schweiz. Es folgt das allseitig gewürdigte Sammelreferat von Denis Carroll (Großbritannien). Anschließend Mitteilungen, Sektionsberichte und Protokolle der Arbeitsgruppen. Abschließend die einstimmig — kein Wunder — angenommenen Resolutionen: 1. Es liegt im Interesse der Sache die klinischen Ausdrücke begrifflich in den Veröffentlichungen klar abzugrenzen. 2. Trennung der klinischen Arbeit und der Forschung. 3. Förderung der klinischen Kriminologie und der Forschung; Notwendigkeit enger Fühlung zwischen beiden Gruppen. 4. Das Sammelreferat ist als Zusammenfassung der heutigen Positionen in den verschiedenen Gebieten der methodologischen Forschung der Psychopathologie anzusehen.
Es kann hier nicht die Rede davon sein alle Beiträge aufzuzählen, geschweige denn zusammenzufassen. Wir bringen hier in Kürze das Wesentliche einiger Vorträge deren Auswahl weniger willkürlich wäre, wenn die Vorstände solcher Welt-Konferenzen jeweils ein Redaktionskomitee bestimmten, das die Ergebnisse in knapper Form selbst sammeln würde.
Marcel Alexander und J. Ley (Belgien): Über Klassifizierung und Fragebogen in der forensischen Psychiatrie. Seit 1933 werden in Belgien sämtliche geisteskranke Verbrecher psychiatrisch untersucht. Man sollte zwischen auslösenden Ursachen, z. B. Wahnideen, unterscheiden und solchen Ursachen, die einen Kranken verhindern seinen Impulsen zu widerstehen, z. B. Schwachsinn, Betäubung. Die Mehrzahl der „normalen Verbrecher“ weisen pathologische Züge auf. Verfasser warnen vor Statistiken, Schematisierung und Fragebogen, denn jeder Verbrecher stelle ein Problem für sich. Die Fragebogen z. H. dieses Kongresses zeigen, daß der Standpunkt der Juristen und Soziologen von dem der Ärzte abweicht. Fragebogen stiften Verwirrung und führen zu Fehlschlüssen.