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Den ersten Band von „Ursprung und Gegenwart“ (besprochen in „Psyche“ V, 12) hatte Gebser der Analyse der Bewußtseinsmutationen der abendländischen Welt gewidmet. Er war zu dem Schluß gekommen, daß eine neue „Bewußtseinsstruktur“ (ein Begriff der im zweiten Band den im ersten Band verwendeten der „Bewußtseinsebene“ ersetzt) — die „integrale“, deren Merkmal die Aperspektivität ist — im Begriffe sei anzubrechen. Im nun vorliegenden zweiten Band des Werkes geht er von der Analyse der Fundamente zu der der Manifestationen der aperspektivischen Welt über. Da Gebser den „Einbruch der Zeit in unser Bewußtsein“ (Seite 3) für das spezifisch Neue dieser Welt hält, kreisen seine Ausführungen zunächst um dieses Thema. Genauer gesagt ist es nicht die Zeit, sondern die Bewußtwerdung der Zeitfreiheit, das „Achronon, das Frei- und Befreitsein von jeder Zeitform“ (Seite 4), um die es geht. Zeitfreiheit ist „die bewußte Form des archaischen, ursprünglichen Vorzeithaftens“. Sie ist realisierbar, „indem wir die einzelnen bisher aus der archaischen Vorzeit herausmutierten ‚Zeitformen‘ realisieren; mit anderen Worten: indem wir der magischen Zeitlosigkeit, der mythischen Zeithaftigkeit und der mentalen Begriffszeit ihren ganzheitlichen Wirkcharakter zuerkennen und sie der Stärke ihrer Bewußtseinsgrade gemäß leben. Diese Konkretion der bisherigen drei Entfaltungen der ursprünglichen Vorzeitlosigkeit erschließt die vorbewußte Vorzeitlosigkeit. So … ist die Zeitfreiheit … die bewußte Quintessenz aller bisherigen ‚Zeitformen‘. Und deren Bewußtwerden, das selbst ein Konkretionsprozeß ist, ist zugleich die Befreiung von allen diesen Zeitformen: alles wird Gegenwart, konkrete und damit integrierbare Gegenwart“ (Seite 129). Die Zeitfreiheit ist die bewußte Form der vierten