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Verfasser, dem wir seit Jahren wertvolle Arbeiten über das kindliche
Asthma verdanken, (s. auch Münch. med. Wschr., 93. Jahrgang, 1952, Nr. 20 und Arch. f. Kinderheilkunde, Band 143 [1951] Nr. 2, Seite 65-82) nimmt in vorliegender Arbeit nochmals zu den wesentlichen Fragen des kindlichen Asthmas Stellung.
Die Bedeutung der asthmoiden Säuglingsbronchitis für ein späteres Asthma hält er für umstritten, wobei eine familiäre Belastung mit allergischen Krankheiten allerdings die Prognose verschlechtere. Charakteristisch für das Kinderasthma sei das erste Auftreten in den ersten vier Lebensjahren, während es in der Pubertät meist endgültig aufhöre, bzw. für lange Jahre bis zum Erwachsenenalter ausbleiben kann.
Die Frage der primären oder sekundären Muskelhypertrophie an den Bronchiolen sei auf Grund der seltenen kindlichen Obduktionsergebnisse nicht zu entscheiden. Dagegen sprechen auch die neueren Untersuchungen von v. Hayek über die Veränderbarkeit der Lungendurchblutungsgröße (bis zum Neunfachen!), daß der Bronchiolenkrampf im Asthmaanfall als funktionell-spastisches Geschehen anzusehen ist, was auch die schnelle therapeutische Angriffsmöglichkeit krampflösender Mittel erklärt. Dem periphären, im Brustkorb gelegenen „Asthmaapparat“ (Berger) mit der Trias: Muskelkrampf, Durchblutungsstörung und Schleimhautvorgang, sei jeweils ein zentraler, im Zwischenhirngebiet, zugeordnet. Über all dem seien aber die Begriffe der Konstitution und exsudativen Diathese nicht zu vernachlässigen. Die Bedeutung des Psychischen beim Asthmakind sieht Verfasser in einer Verselbständigung eines Teilgebietes gebahnter Reflexe. Überwiegen beim Kinde als auslösende Faktoren Infekte der oberen Luftwege, so kann doch schon ein breites Allergiespektrum vorhanden sein. Das erschwert eine „spezifische“ Therapie (im Sinne der Ausschaltung des Allergens). Verf. weist mit Recht auf die Problematik einer Therapie hin, die nur Anfallsfreiheit, nicht aber endgültige Heilung des kranken Kindes erreicht, und i