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Die junge Forschungsrichtung der Medizin, die Krankheiten mit dem erlebenden und handelnden Subjekt in Verbindung bringt und im Gegensatz zu früheren Auffassungen sie nicht als Ich-fremde, endogene Prozesse auffaßt, hat ihre Stellung in der medizinischen Wissenschaft noch nicht gefunden. Wohl hat sie diesen und jenen erschüttert und beunruhigt. Aus ihrem revolutionären Anspruch gegenüber der bisherigen Medizin hat sich ein Kampf entfacht. Es wird der psychosomatischen oder anthropologischen Medizin zwar konzediert, daß in diesem oder jenem besonderen Fall, bei bestimmten nervösen oder psycho- und neuropathischen Menschen ein Zusammenhang bestehe, bei dem Seelisches mit der Krankheit zu tun haben könne. Dieser Zusammenhang wird aber häufig als ein zufälliger und vereinzelter angesehen, der keine gesetzmäßig faßbare Verbindlichkeit für die Pathogenese als solche habe.
Die Frage, ob ein typisch beschreibbarer und vielleicht sogar auch sinnvoller innerer Zusammenhang zwischen seelischen Äußerungen und klinischen Krankheitseinheiten besteht, die Spezifitätsfrage der psychosomatischen Medizin also, ist somit ein wichtiges Anliegen. Das Problem ist nicht nur für den Kreis der psychotherapeutisch behandelnden Ärzte wichtig. Es ist vielmehr das Grundlagenproblem der psychosomatischen Medizin und entscheidend für ihre Entwicklung zu einer Wissenschaft überhaupt.
Im folgenden soll ein Überblick über die klinischen Lehren von Asthma wie